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Die Tage zwischen den Tagen
Entspannte Beschaulichkeit
In den Tagen zwischen den Tagen - also die wenigen Tage zwischen Weihnachten und Sylvester/Neujahr - da kann man die Insel in einer aktiven Entspanntheit erleben. Der Edeka ist gut besucht, aber es ist kein Chaos, wie jeweils direkt vor den Feiertagen. In Wittdün ist alles so weitläufig, dass man sich eher selten auf die Füße tritt. Aber dennoch ist es nicht so ruhig, wie z.B. bei einem Besuch im November oder Februar, wo die Insel definitiv im Winterschlaf ist. Man sieht das vor allem an dunklen Häusern am Abend - das ist jetzt alles anders. Alles ruhig, immer noch beschaulich, aber es ist Leben auf der Insel.
Und - ich erwähne es nochmal - überall Hunde. Und sensible Hunde, die kein Feuerwerk ertragen, sind liebe Hunde, denen man gerne über den Weg läuft :-)
Viele Geschäfte hatten übrigens heute auch am Sonntag geöffnet. Ich werde morgen bereits alles wichtige für den Jahreswechsel einkaufen, ganz früh morgens, dann kann ich dem Trubel in den kommenden Tagen entgehen.
Heute morgen war es richtig kalt. Alle Wege waren mit einem Raureif und einer kleinen Schicht Schneegriesel bedeckt. Das war bisweile ziemlich rutschig. Heute morgen war es tatsächlich absolut windstill - Drohnenwetter. Aber ich würde die Drohne eh nur weit draußen auf dem Kniepsand starten. Und das war mir auf die Schnelle zu weit weg. Am späten Nachmittag wurde es dann etwas grauer und einen schönen Sonnenuntergang wie gestern gab es leider nicht.
Ich werde manchmal gefragt, was eigentlich der "Kniepsand" ist - hier gibt es eine schöne Infotafel, die den Begriff erklärt. Wer bei Google-Maps nachschauen mag, wird auf der Westseite von Amrum einen breiten Strand sehen. Das ist die angelagerte Sandbank, der "Kniepsand". Südlich bildet der Kniepsand einen Haken - der heißt dann auch Kniepsandhaken und ist Heimat für zahllose, sehr seltene Vogelarten. Im Frühjahr gibt es dort eine kleine Absperrung, die den unteren Teil des Kniepsandhakens schützen soll.
![]() Was ist eigentlich der 'Kniepsand'? |
![]() Infos zu Vogelarten am Kniephaken |
Dann noch einige schöne Bilder von heute. Morgen gibt es übrigens ein Video und übermorgen plane ich zwei neue "Amrumer Ansichten" hochzuladen.
![]() An der Südspitze in Wittdün |
![]() Wriakhörnsee in Wittdün |
![]() Irgendwo aufgenommen auf meiner Vormittagstour |
![]() Seezeichenhafen Wittdün/Steenodde |
![]() Aufgelegter kleiner Kutter |
![]() An der Südspitze in Wittdün |
Nachtrag: Die DB Navigator APP
Bei meiner Hinfahrt mit dem Zug ist mir etwas aufgefallen, über das ich hier kurz berichten möchte: Laut der Deutschen Bahn kann man nahezu alles Wichtige jetzt mit der Navigator APP auf seinem Smartphone rund um seine Bahnfahrt regeln. Was vor einigen Jahren noch ein echter Witz war und heute teilweise immer noch nicht so funktioniert, wie es angedacht ist, entwickelt sich aber langsam zu einem echt guten Instrument, um seine Bahnfahrt besser zu organisieren.
Ticketkauf ist selbstverständlich - das klappt schon eine ganze Weile sehr gut. Mittlerweile gibt es aber eine Reihe neuer Bezahlmöglichkeiten. Neben Kreditkarte oder Lastschriftverfahren/Direktüberweisung funktioniert auch die Bezahlung via Paypal. Mal eben ein Ticket unterwegs kaufen ist daher recht einfach.
Die Push-Nachrichten scheinen jetzt zu funktionieren. Nachrichten über Verspätungen, Gleiswechsel oder Wagenreihung kamen bei mir rechtzeitig an und nicht erst, wenn man bereits im verspäteten Zug sitzt. Auch die Anzeigen der Nachrichten während der Fahrtverlaufes und die bei Verspätungen direkt kalkulierten, neuen Ankunftszeiten mit direkten Links zu Anschlussmöglichkeiten in den jeweiligen Halte-Bahnhöfen, funktioniert jetzt. Ebenso die Karte mit den GPS Koordinaten der aktuellen Zugposition.
Aber ... das Ganze macht nur Sinn, wenn das Smartphone während der Fahrt Internetzugriff hat. Sei es über das WLAN des Zuges oder eben über die eigenen mobilen Daten. Das ist etwas, dass mittlerweile auch das Zugpersonal selbst nervt, denn deren Informationen und Anwendungen auf den Geräten hängen selbstverständlich auch von einer stabilen Verbindung ab. Das funktioniert mittlerweile sehr viel besser, aber es gibt immer noch genügend "Funklöcher". Jedenfalls hatte ich mich bei meiner Hinfahrt über die Navigator APP auf meinem reservierten Sitzplatz eingecheckt und das Zugpersonal hat das quasi in Echtzeit mitbekommen. Mein Ticket musste dann nicht mehr geprüft werden. Ich hätte sogar meinen Sittzplatz wechseln und das in der APP vermerken können - das wäre dann sinnvoll, wenn z.B. ein freier Platz an einem der größeren Tische frei gewesen wäre.
Lange Rede, kurzer Sinn: wir kommen der Sache langsam näher. Mit "Sache" meine ich eine pragmatische, mobile Allroundlösung beim Bahnfahren. All die beschriebenen Dinge sind eigentlich heutzutage banal - aber ich kann sagen, dass all das vor zwei, drei Jahren gar nicht funktioniert hat.
Morgen gibt es hier ein erstes Video mit den Impressionen von der Insel.












